Aus Wikipedia über Färöer
Färöer [] – umgangssprachlich auch Färöer-Inseln – (färöisch: Føroyar [], dänisch: Færøerne [], deutsch: Schafsinseln) sind eine im Mittelalter entdeckte und besiedelte Inselgruppe im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln,
Norwegen und
Island. Mit Ausnahme von Lítla Dímun, der kleinsten, sind alle 18 Inseln permanent bewohnt.
Die Bewohner werden Färinger genannt (selten: „Färöer“). Sie sprechen die färöische Sprache, die aus dem Altwestnordischen stammt und mit Isländisch und Norwegisch verwandt ist. Die Färinger sehen sich als Nachfahren aus der Wikingerzeit auf den Färöern und als eigenständiges Volk, nicht als Dänen.
Die
Färöer sind, wie
Grönland, eine „gleichberechtigte Nation“ innerhalb des Königreichs
Dänemark, bereits seit 1948 weitgehend autonom und haben mit dem Løgting eines der ältesten Parlamente der Welt. Zwei Abgeordnete werden regelmäßig ins dänische Folketing entsandt, außerdem sind sie mit zwei Delegierten im Nordischen Rat vertreten.
Die
Färöer sind im Gegensatz zu
Dänemark nicht Mitglied der Europäischen Union und gehören gemäß Art. 3 Abs. 1 ZK nicht zum Zollgebiet der Gemeinschaft. Zusammen mit
Island bilden sie seit dem 1. November 2006 eine Wirtschaftsunion.
Island,
Grönland und die
Färöer arbeiten bereits seit 1985/1997 im Westnordischen Rat zusammen.
Wichtigster Erwerbszweig der knapp 50. 000 Färinger ist die Fischerei und die damit zusammenhängende Wirtschaft. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war es die Landwirtschaft mit dem Export von färöischen Wollprodukten. Künftig hoffen die Menschen auf Erdöl unter dem Meeresboden, wobei die Probebohrungen seit Mitte der 1990er Jahre allesamt erfolglos blieben.
Zwischen 2007 und 2009 herrschte auf den Färöern Vollbeschäftigung. Mit damals 1, 3 % hatten die
Färöer die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa (außerhalb der EU), seit Januar 2009 steigen die Arbeitslosenzahlen jedoch wieder – im April 2011 lag die Quote bei 7, 7 %..
In der Ausgabe November/Dezember 2007 von National Geographic Traveler wurde eine Liste der besten Reiseziele der Welt in der Kategorie „Inseln“ veröffentlicht, die von über 500 Experten ausgewählt wurden. Die
Färöer rangieren auf Platz 1, gefolgt von den Azoren und Lofoten. National Geographic Traveler: ', 7. November 2007